Freitag, 26. Oktober 2007

Cover Gestaltung

Vorgehensweise Cover Projekt
1. Wenn du das Coverprojekt leitest, solltest du auch derjenige sein, der am Schluss entscheidet. Eigentlich sollte der Manager ja eh alles entscheiden dürfen---

2. Hole bei allen Beteiligten deren Meinung über das zukünftige Cover ab (Band, A&R, Verkaufsleiter des Vertriebes) sonst gibts wie bei mir ein vernichtendes Feedback - das schmerzt das Managerherz....auch wenn du es am Schluss so machst wie du willst...wenigstens weisst du im Voraus, dass du Probleme kriegen wirst.

3. Auswahl des Grafikers. Da gibt es 2 Ansätze. Entweder wählst du einen Grafiker der sich mit Covers auskennt und dessen Arbeit dir gut gefällt und der sich für die Musik der Band begeistert (Vorteil er macht es relativ günstig und ihr habt ein gutes Resultat das der Qualität der Musik entspricht) oder, ihr wählt einen Freund, Kollegen oder eine Kollegin von einem Freund, der/die macht es gratis und nach 5 Wochen habt ihr ein schreckliches Cover - vielleicht passt dies ja dann auch zur Musik aber dennoch, ich schlage den ersten Weg vor. Coole Grafiker mögen coole Bands und haben ein Herz für leidende Musiker - Preis zwischen CHF 500 und 1000.

4. Das Briefing des Grafikers ist der Schlüssel zum Erfolg. Schreib dir die Inputs auf. Mache eine Sitzung mit dem Grafiker (als Manager musst du wenn immer möglich die Leute persönlich treffen - nur mailen ist nix). Lasse ihn 3 mögliche Covers entwickeln. Nicht gleich das gesamte Booklet sonst arbeitet der arme Tropf für nichts.

5. NIE NIE NIE allen die ersten Vorschläge zeigen. Gib dem Grafiker nach den ersten Vorschlägen das OK für eine oder max. 2 Versionen. Zeig den anderen erst nach der 2. oder 3. Grafiker Version ein Resultat.

6. Nachdem du alles den betroffenen gezeigt hast, musst du ca. 2-3 Tage für die Erholung vom Feedback einrechnen - es schmerzt wirklich.

7. Das Feedback musst du dann irgendwie zusammenfassen damit der Grafiker auch wirklich etwas damit anfangen kann (eigentlich fanden es alle schlecht) ist ein ungutes Beispiel - dann braucht auch der Grafiker noch einige Tage für die Erholung. Das kannst du dir zeitlich nicht leisten.

8. Der Grafiker soll nun an seinem definitiven Vorschlag arbeiten. Der nächste Vorschlag von ihm muss der Hammer sein. Nach einem weiteren Feedback auf seine angebliche Hammerversion (ist es eh nie) soll er eine für die Beteiligten präsentable Version erarbeiten. Diese muss dich dann umhauen vor Freude - erst dann kannst du es wieder allen zeigen.

9. Meistens stehen dann noch kleinere Anpassungen an (Grösserer Schriftzug etc.). Sollten dann noch alle meinen es sei ein schlechtes Cover sollen sies doch selber machen.....das wird aber nicht der Fall sein.

10. Aufatmen und an das restliche grafische Layout gehen (dazu später mehr).